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Die Gewinner des Innovationspreis Public Private Partnership 2013

Die Preisträger im Überblick:
I) Kategorie Energieeffizienz Neubau Fach- und Berufsschulen
II)Kategorie Dienstleistungen Betrieb des Archivs der Deutschen Rentenversicherung Bund
III) Kategorie Bildung 15 berufliche Schulen in Hamburg
IV) Kategorie Verwaltungsgebäude Bürokomplex für Ministerien in Potsdam
V) Sonderpreis: Kategorie Verkehr KombiBus für Güter und Personenverkehr in der Uckermark
VI) Sonderpreis: Kategorie Transparenz Neubau der Feuerwehrhauptwache in Celle
VII) Auszeichnung als PPP-Persönlichkeit des Jahres 2013



I) Preisträger der Kategorie Energieeffizienz
Neubau Fach- und Berufsschulen

Partner:

  • Stadt Weiden in der Oberpfalz
  • GOLDBECK Public Partner GmbH

Das zeichnet dieses Projekt aus:

Auf hervorragende Weise wird der Gedanke, dass Länder, Städte und Kommunen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz vorbildhaft verwirklichen sollen, umgesetzt. Für die Stadt Weiden ergeben sich vor allem durch das eingesetzte Photovoltaik-System Vorteile: Senkung der Bewirtschaftungskosten durch Einsparungen beim Strombezug, weitgehende Unabhängigkeit von er Entwicklung der Strompreise und Einnahmen durch partnerschaftliche Teilung der Einspeisevergütung. Die Investition ist nicht nur nachhaltig und ökologisch, sondern auch wirtschaftlich.


II) Preisträger der Kategorie Dienstleistungen
Betrieb des Archivs der Deutschen Rentenversicherung Bund

Partner:

  • Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
  • Iron Mountain Deutschland GmbH

Das zeichnet dieses Projekt aus:

Bei dem Projekt handelt es sich um die erste große Dienstleistungskooperation in Form einer ÖPP. Das Vertragsmodell ermöglicht eine besonders zügige Umsetzbarkeit und hohe Flexibilität. Dies wird auf herausragende Weise durch die ÖPP-Besonderheiten partnerschaftliches Denken, Lebenszyklusansatz, zielgerichtete Anreize, Flexibilität der Leistungsbeziehung, Risikoverteilung und Output-Orientierung erreicht. Die Form der Partnerschaft ermöglichte verschiedene qualitative Vorteile, wie etwa eine deutliche Verbesserung bei den Prozessdurchlaufzeiten, was auch für die Versicherten vorteilhaft ist.


III) Preisträger in der Kategorie Bildung
15 berufliche Schulen  in Hamburg

Partner:

  • Freie und Hansestadt Hamburg
  • HEOS Berufsschulen GmbH & Co. KG, ein Gemeinschaftsunternehmen der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co. KG und der STRABAG Real Estate GmbH

Das zeichnet dieses Projekt aus:

Die grundlegendste Innovation stellt die Bündelung mehrerer Schulen in einer Tranche dar. Dadurch wurden z. B.  Skaleneffekte erreicht. Leistungen wie Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen mussten nur einmalig für alle Tranchenbestandteile durchgeführt werden. Innovativ ist gleichfalls die Personalkonstellation der Schulhausmeister im Rahmen des infrastrukturellen Gebäudemanagements. Die bisherigen Schulhausmeister sind an den jeweiligen Schulstandorten in die Dienste der privaten Seite übernommen worden, woraus sich flexible Synergie-Effekte ergeben. An sie wird fachliches und technisches Know-how übertragen. Außerdem bietet die vielschichtige Einbindung der zukünftigen Nutzer Potenziale hinsichtlich der Gewährleistung idealer und vor allem nachhaltiger Nutzungsbedingungen. Dies bewirkt die bestmögliche Akzeptanz durch die Nutzer.


IV) Preisträger in der Kategorie Verwaltungsgebäude
Bürokomplex für Ministerien in Potsdam

Partner:

  • Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB)
  • STRABAG Real Estate GmbH (SRE)

Das zeichnet dieses Projekt aus:

Unter die positiven Besonderheiten dieses Projekts fallen vor allem die sorgfältige Regelung der Risikoträgerschaft und die mittelstandsfreundliche Nachunternehmervergabe. Über das gültige Prinzip hinaus, dass jedes Risiko von dem Partner getragen werden soll, der es am besten beherrschen kann, wurde in der Projektvorbereitung und in der Angebots- und Verhandlungsphase über den Ansatz der reinen Risikoverteilung weit hinaus gegangen. Das Vorhaben  ist in mehrfacher Hinsicht der Nachhaltigkeit verpflichtet, vor allem in der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen  (KMU) und durch Maßnahmen gegen Lohndumping. Per freiwilliger Selbstverpflichtung hat sich die private Seite verpflichtet, bei der Weitergabe von Leistungen an KMU diese mit einem Prozentsatz von 80 Prozent zu berücksichtigen.


V) Sonderpreis in der Kategorie Verkehr
KombiBus für Güter und Personenverkehr in der Uckermark

Partner:

  • Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mbH
  • Interlink GmbH
  • Fahrplangesellschaft B&B mbH
  • raumkom – Institut für Raumentwicklung und Kommunikation

Das zeichnet dieses Projekt aus:

Der Landkreis Uckermark im Nordosten Brandenburgs wagt im Rahmen des Modellvorhabens „Daseinsvorsorge 2030“ des BMI einen Perspektivwechsel: Güter und Personen werden gemeinsam transportiert : mit dem KombiBus. Seit 2011 betreibt die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft (UVG) das Bus-Konzept im Echtbetrieb und entwickelt sich zunehmend zum Dienstleister für Daseinsfürsorge und Lebensqualität, gerade in einer vom demographischen Wandel besonders betroffenen Region. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind es insbesondere die Bereiche Tourismus und Lebensmittel, die den KombiBus intensiv nutzen. Nunmehr beginnen sich weitere Dienstleistungsbereiche wie die Gesundheitsversorgung aufgrund dieses Transportsystems mit neuer Logistik zu entwickeln.


VI) Sonderpreis in der Kategorie Transparenz
Neubau der Feuerwehrhauptwache in Celle

Partner:

  • Stadt Celle
  • Goldbeck Public Partner

Das zeichnet dieses Projekt aus:

Das Projekt war das erste, bei dem die Verträge öffentlich einsehbar ins Netz gestellt wurden. Die Politik war mit den Fraktionsvorsitzenden als Mitglieder der Lenkungsgruppe entscheidend in die Arbeits- und Vorgehensweise eingebunden. Das Projekt wird vom städtischen Hochbauamt betreut und unterliegt dort der stetigen Kontrolle. Der in der abschließenden Wirtschaftlichkeitsentwicklung errechnete Vorteil des ÖPP-Modells gegenüber einer herkömmlichen Variante liegt laut Prognose bei 17 Prozent und beträgt absolut ca. 3,8 Mio. Euro. Der private Partner hat den Bau durchgeführt und übernimmt das technische und teilweise das infrastrukturelle Gebäudemanagement. Die Finanzierung wird gleichfalls durch ihn initiiert.

Fotos: BS/Dombrowsky


VII) Auszeichnung als PPP-Persönlichkeit des Jahres 2013

Uwe Kaven, Sprecher des Amtes für Gebäudewirtschaft der Stadt Köln

Uwe Kawen hat sich um die Entwicklung Öffentlich Privater Partnerschaften in Deutschland  auf besondere Weise verdient gemacht. Seit elf Jahren ist er für den Abbau des Instandhaltungsstaus an Kölner Schulen zuständig. 2005 übernahm er die Projektleitung für die drei mittlerweile umgesetzten Kölner Schulprojekte auf ÖPP-Grundlage und ist verantwortlich für das derzeit anstehende Schulprojekt dieser Art.

Die öffentliche Ausschreibung für eine Evaluierung der Kölner ÖPP-Schulprojekte geht auf das Engagement von Uwe Kaven zurück. Er setzt sich in der politischen Auseinandersetzung um ÖPP für einen offenen und konstruktiven Diskurs ein und ist davon überzeugt, dass ÖPP-Projekte eine wichtige Ergänzung eigener kommunaler Aktivitäten darstellen. Durch diese Projekte und die Einbindung der Kapazitäten privater Partner sieht er die kommunale Verwaltung gestärkt und nicht geschwächt.

Foto: Stadt Köln

 

Mit freundlicher Unterstützung des BehördenSpiegels.

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