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WEIMARER ERKLÄRUNG

"Bedeutung des Generalunternehmermodells für Infrastrukturvorhaben der öffentlichen Hand"

Das 13. Betriebswirtschaftliche Symposium-Bau in Weimar hat sich im Rahmen eines seiner Workshops ausführlich mit der Beauftragung von Generalunternehmern für Infrastrukturvorhaben der öffentlichen Hand befasst. Auf der Grundlage eines Initialvortrages von Prof. Dr. Hans Wilhelm Alfen sowie einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Dr. Jörg Hopfe (Leiter Kundenbetreuung öffentliche Kunden, NRW.Bank), Dr. Andreas Iding (GOLDBECK Public Partner GmbH), Dr. Martin Schellenberg (Vorstand BPPP e. V., Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek), Dr. Heiko Stiepelmann (stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V.) sowie Dr. M. Wos (Bilfinger Berger) haben die Beteiligten die folgende "Weimarer Erklärung" verabschiedet:

  1. Zwischen der Realisierung von Hochbauprojekten bei der öffentlichen Hand und dem Gewerbeimmobilienbau im privaten Bereich herrscht derzeit eine ganz erhebliche Diskrepanz bei der Realisierungsvariante: Während Gewerbeimmobilien im privaten Bereich ganz überwiegend von Generalunternehmern realisiert werden, werden Hochbauprojekte der öffentlichen Hand fast ausschließlich im Rahmen der traditionellen Einzelgewerksvergabe beauftragt. Es wird angeregt, die Gründe für diese Diskrepanz zu untersuchen. Dabei ist zu berücksichtigen, inwieweit sich der Bau z. B. einer Schule oder eines Verwaltungsgebäudes von Gewerbeimmobilien unterscheidet.
  2. Der Bundesrechnungshof hält Generalunternehmervergaben generell für unwirtschaftlich. Er differenziert dabei auch nicht zwischen solchen Generalunternehmervergaben, für die ein komplettes Leistungsverzeichnis durch den Auftraggeber erstellt wird und der Beauftragung von Generalunternehmern mit Planungsverantwortung. Der Bundesrechnungshof wird gebeten, seine diesbezüglichen Behauptungen zu begründen und mit Fakten zu untermauern
  3. Bisher existiert in Deutschland keine Untersuchung über die Wirtschaftlichkeit von Einzelgewerksvergaben. Es wird angeregt, eine derartige Untersuchung durchzuführen und insbesondere prozentuale Kostenüberschreitungen bei in Einzelgewerksvergabe realisierten Vorhaben aufzuschlüsseln.

Moderation: Dr. S. Warmbold, Geschäftsführer des Bundesverbandes Public Private Partnership e. V.

 

Bild Landratsamt Esslingen1

Fallbeispiel

Landratsramt Esslingen

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